Seit einigen Tagen befinden wir uns im Herbst. Einstellige Temperaturen morgens mit Frühnebel und reichlich Niederschlag werden bald keine Seltenheit mehr sein – da wird man sich wieder bewusst, dass es mit Riesenschritten auf den Winter zugeht. Gerade dieses „Hin und her“ kostet den Körper Kraft.
Abhärtung
Kneippsche Güsse, Wechselduschen oder Saunabesuche – indem man seinen Körper darin trainiert, mit Temperaturschwankungen besser umgehen zu können, schafft er es, die Wetterkapriolen locker wegzustecken. Der Wechsel von heiß auf kalt regt die Durchblutung an, lässt die Atmung tiefer werden und sorgt ganz nebenbei für ein entspanntes Lebensgefühl. Wichtig: Nicht den Kreislauf überfordern, sondern in kleinen Schritten anfangen, aus dem Immuntraining ein tägliches Ritual zu machen.
In Bewegung bleiben
Es muss ja nicht gleich ein Halbmarathon sein – doch Nordic Walking, Fahrrad fahren oder Spazierengehen beflügeln Leib und Seele. Gerade im Herbst versorgt einen die Bewegung an der frischen Luft mit ausreichend Sauerstoff, aber auch Vitamin D, das in der dunkleren Jahreszeit ganz bewusst durch einen Aufenthalt in der hellen Tageszeit aufgeladen werden sollte. Gemeinsam macht Sport noch mehr Spaß. Und auch im Arbeitsalltag lassen sich ein paar „Bewegungssequenzen“ einbauen: Öfter mal die Treppe statt den Lift nehmen oder den Weg zum Bäcker oder in die Mittagspause zu Fuß zurücklegen. Auch eine kleine Büro-Gymnastik am offenen Fenster hält fit.
Die Extra-Portion Power
Wer sein Immunsystem in der kühleren Jahreszeit stärkt, wird widerstandsfähiger gegen Bakterien, Viren und Co. Wahre „Vitamin-Wunder“ sind zum Beispiel Zitrusfrüchte, Sanddorn oder Hagebutten. Auch beim Genuss von Kartoffeln, Rosenkohl oder Paprika steigert man seine Abwehrkräfte. Nicht nur im Sommer sollte man ausreichend trinken: Wer viel Flüssigkeit zu sich nimmt, hält die Schleimhäute feucht. Krankheitserreger können sich dann schwerer festsetzen. Zwei Liter Wasser, Kräuter- oder Früchtetees wären ideal.
In der Ruhe liegt die Kraft
Gerade in der kühleren Jahreszeit sollte man neben der Aktivität Phasen der Ruhe genauso im Blick haben. Dabei macht uns Stress im wahrsten Sinne des Wortes angreifbar: Er hat einen großen und oft unterschätzten Anteil an der Schwächung unseres Immunsystems. Im Schlaf tanken wir neue Energie. Versucht deshalb ganz bewusst, die Abende in Ruhe ausklingen zu lassen, indem Ihr Zeit für Euch selbst einplant. Schon der römische Philosoph Seneca wusste: „Wir haben nicht zu wenig Zeit. Wir verbringen zu viel zu mit nutzlosen Dingen“. Inspiration und Raum für mehr persönliche Freiheit wecken die Lebensgeister und lassen die Seele wieder aufatmen. Für manche sind das ein gutes Buch oder stressabbauende Yoga-Übungen. Andere lieben es, Reiseberichte anzuschauen, gehen in den Zoo oder ins Museum. Oder lernen eine Fremdsprache bzw. ein Musikinstrument. Und jetzt, einige Wochen vor Weihnachten, kann man auch schon die Adventsdekoration langsam angehen oder sich auf die Weihnachtsbäckerei einstimmen. Aber erst kommt natürlich Halloween – mit vielen wunderschönen Deko-, Koch- und Backideen!
Text: Alex Fitzek; Foto: maxbelchenko/stock.adobe.com