Ran an die Äpfel!

Basteln, backen oder ganz frisch genießen – Äpfel sind Alleskönner

Die meisten Menschen mögen Äpfel. Manche mögen nur rote, andere nur grüne, manche süße und andere saure Äpfel. Der Apfel ist das beliebteste Obst in Deutschland, er ist auf Platz 1 beim Obst – weit vor der Banane.
Äpfel gibt es bei uns, seit sich die Römer bei uns aufgehalten haben, also schon seit über 2000 Jahren. Ursprünglich kamen Äpfel aus Kasachstan, dann haben sie sich fast über die ganze Welt verbreitet. Damit Apfelbäume gut wachsen, sollte es nicht zu kalt und nicht zu trocken sein. Und Insekten – vorzugsweise Bienen – sollte es auch geben, die im Frühjahr die Blüten bestäuben und damit für Früchte sorgen.
In Deutschland gibt es ungefähr 1500 verschiedene Apfelsorten, doch nur etwa 20 kann man im Supermarkt kaufen. Das sind oft eigens gezüchtete Sorten, die für den Anbau auf großen Flächen und lange Lagerung geeignet sind.

Äpfel sind gesund

„Iss jeden Tag einen Apfel, dann bleibst du gesund“ – heißt es und Forscher haben herausgefunden, dass Äpfel viele Stoffe enthalten, die unseren Körper gesund erhalten. Beispielsweise Vitamin C, aber auch Stoffe, die in der roten Schale von Äpfeln sind. Also ist es besser, rote Äpfel mit Schale zu essen als grüne. Am gesündesten ist Obst, das aus Europa kommt, weil es reif geerntet wird und keinen langen Transport hinter sich hat.

Was man alles aus Äpfeln machen kann…

Apfelmännchen

Man kann aus Äpfeln Apfelmännchen basteln. Apfelmännchen sind eine lustige und einfache Bastelidee – perfekt für Kinder, Feste oder als herbstliche Tischdeko. Mit nur wenigen Zutaten entstehen kleine Figuren, die sofort gute Laune verbreiten.

Du brauchst

  • 2 Äpfel (ein großer für den Körper, ein kleiner für den Kopf)
  • Zahnstocher oder Holzspieße
  • Rosinen, Nelken oder Pfefferkörner (für Augen, Knöpfe)
  • Karottenstückchen oder Beeren (für Nase, Deko)
  • Optional: Papierhut, Filz oder Stoffreste für Mütze/Schal

Los geht’s!

Körper und Kopf

Einen großen Apfel als Körper nehmen. Einen kleineren
Apfel als Kopf mit einem Zahnstocher oben befestigen.

Gesicht gestalten

Augen mit Nelken, Rosinen oder Pfefferkörnern.
Eine kleine Karottenspitze oder Beere als Nase einsetzen. Den Mund z. B. mit einem Stück Apfelschale oder Rosine ­andeuten.
Du kannst das Gesicht aber auch mit einem Filzstift
auf den kleineren Apfel aufmalen.

Dekoration

Einen Papier- oder Filzhut basteln und aufsetzen. Mit einem Stoff- oder Papierstreifen einen Schal umbinden. Wer mag, kann noch Knöpfe aus Rosinen oder Nelken auf den Körper setzen.

Applecrumble schmeckt auch mit Vanilleeis
Applecrumble schmeckt auch mit Vanilleeis

Applecrumble

Apfelsaft, Apfelkuchen, Apfelmus, Apfelstrudel, Apfelkücherl – das sind nur ein paar der leckeren Sachen, die man aus Äpfeln machen kann. Kein Obst ist so vielseitig wie der Apfel. Einige Sorten kann man auch über den Winter aufheben. Auch getrocknet schmeckt der Apfel gut.
Außerdem kann man aus Äpfeln auch köstliche Rezepte ­zaubern – von Apfelkuchen über Bratäpfel bis hin zu frischem Apfelmus. Hier ist ein Rezept aus England, dass Du leicht nachmachen kannst:

Zutaten

  • 1 kg Äpfel schälen und kleinschneiden
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • ½ Teelöffel Zimt
  • 90 g Zucker
  • 150 g Mehl
  • 90 g Butter
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

Äpfel schälen und klein schneiden, mit Zitronensaft, Vanillezucker und Zimt vermischen und in eine mit Butter ausgestrichene Auflaufform geben. Zucker, Mehl, Butter, Salz und etwas Zimt mit einer Gabel vermengen, die Streusel auf die Äpfel geben und bei 200 Grad eine halbe Stunde lang backen.
Dazu passt eine Haube aus geschlagener Sahne, eine Kugel Vanille-Eis oder Vanille-Soße.

Apfel­geschichten

Von alten Mythen bis zum angebissenen Apfel auf dem Smartphone
Im Paradies hingen Äpfel an einem Baum, doch es war verboten, die Äpfel zu essen. Eva soll Adam überredet haben, einen der Äpfel zu essen. Daraufhin mussten beide das Paradies verlassen – heißt es in der Bibel.
Auch bei den alten Griechen spielte ein Apfel eine wichtige Rolle. Er wurde zum „Zankapfel“, weil der Gott Zeus sich nicht entscheiden wollte, wer die schönste Frau in seinem Reich sei. Er überließ es dem Schäfer Paris, der ­schönsten Frau einen Apfel zu überreichen. Wegen der darauffolgenden Streitigkeiten brach der ­Trojanische Krieg aus. War der Apfel schuld?
Könige ließen sich früher oft mit einem „Reichsapfel“ abbilden – als Zeichen ihrer Macht.
Warum man die Stadt New York auch als „Big Apple“ bezeichnet, soll mit einer Pferderennbahn zu tun gehabt haben. Wo jetzt Hochhäuser in den Himmel ragen, sollen früher viele „Pferdeäpfel“ herumgelegen haben.
Warum Steve Jobs seine Computerfirma „Apple“ nannte, weiß man nicht mehr so genau. Aber man weiß, dass er gerne Äpfel aß. Der angebissene Apfel trat mit Computern und Smartphones wieder eine Reise um die Welt an.

Text: amei; Fotos: Taina/stock.adobe.com