Sportsfreunde

Elf Fragen an Emilia Fürhofer und ­Bernhard Gmehling

Sie haben schon einiges im Sport erreicht und sich überregional einen Namen gemacht: Nach Christian Wohlfarth (Strongman), Vincent Hoiß (Kajak), Katharina Fierl (Leichtathletik), Bastian Glockshuber (Triathlon/Halbmarathon) und Omar Abu Nemah (Boxen) sowie Stefani Meyer (Hundesport) befragen wir in dieser Ausgabe von HALLO Neuburg mit Emilia Fürhofer die erst 12-jährige Deutsche Meisterin im Lichtgewehr aus Ludwigsmoos. Außerdem im Gespräch: Bernhard Gmehling, der als leidenschaftlicher Fußballspieler in der Nationalmannschaft der Bürgermeister im Jahre 2008 den Europameistertitel gewann. Für HALLO Neuburg haben sich beide Zeit für ein exklusives Interview genommen. Was sie antreibt und begeistert, was sie erreicht haben und sich aktuell vornehmen, erfahrt Ihr hier ebenso wie ihr Ritual vor dem Wettkampf, ihren Weg der Regeneration oder ihre Vorbilder. Auch für alle, die beim Sport noch unschlüssig sind, was sie begeistern könnte, haben Emilia Fürhofer und Bernhard Gmehling einen persönlichen Tipp.
Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen!

DIE INTERVIEW-FRAGEN
❶ Wie bist du zum Sport gekommen?
❷ Was gefällt dir an deiner Sportart am besten?
❸ Was ist dein größter sportlicher Moment? Und auf welches nächste Ziel trainierst du gerade?
❹ Hast du Rituale, die dir vor dem Wettkampf helfen?
❺ Wie kannst du am besten regenerieren?
❻ Mit welchem Verein in der Region fühlst du dich verbunden, und warum?
❼ Wo ist dein Lieblingsplatz in der Region?
❽ Was ist dein Lieblingsessen?
❾ Worauf könntest du niemals verzichten?
❿ Wer ist / sind deine Vorbilder? Mit wem möchtest du am liebsten mal trainieren?
11 Hast du einen Tipp für Leute, die noch nicht so sportbegeistert sind, um die Lust
auf Sport zu wecken?

Emilia Fürhofer – Schießsport

❶ Meine Eltern sind beide Schützen. Dadurch habe ich meine Leidenschaft fürs Schießen entdeckt.

❷ Im Schützenverein zu schießen macht mir Spaß. Viele meiner Freunde sind ebenfalls Schützen. Wir treffen uns regelmäßig beim Training.

❸ Natürlich war die Deutsche Meisterschaft im Lichtgewehr ein absolutes Highlight für mich. Als es zur Preisverleihung ging und mein Name als Deutsche Meisterin aufgerufen wurde, habe ich mit den Tränen gekämpft. Dieses Moment werde ich wohl nie mehr vergessen. Als nächstes Ziel habe ich mir vorgenommen, dass ich mein Schießen mit dem Luftgewehr verbessere.

❹ Meine Geheimwaffe ist Traubenzucker. Kurz vor dem Wettkampf nehmen, tief ein- und ausatmen und dann nur noch auf die Schießscheibe konzentrieren.

❺ Ich mache einfach das, was mir im Moment gut tut, am liebsten mit meinen Freunden oder meiner Familie.

❻ Natürlich mit meinem Heimatverein – SV Abendstern 04 Ludwigsmoos, da hängt mein Herz an diesem Verein.

❼ Mein Lieblingsort ist mein Schützenverein und es ist für mich wie ein zweites Zuhause.

❽ Dampfnudeln mit Vanillesauce, ich liebe es einfach.

❾ Ganz klar, auf meine Familie könnte ich niemals verzichten. Sie ist eine große Stütze für mich. Egal wobei ich Hilfe brauche, es ist immer jemand für mich da. Dafür bin ich sehr dankbar.

❿ Meine Vorbilder sind meine Mama und mein Papa. Meine Mama ist gleichzeitig meine Trainerin und Jugendleiterin in unserem Verein. Sie ist immer da und hilft jedem, obwohl sie ­eigentlich auch nur zwei Arme und zwei Beine hat. Mein Papa hat auch schon im Wettkampf 23 Mal hintereinander die 10 geschafft. Bei der DM habe ich mit meinen Probeschüssen insgesamt 30 Mal die 10 getroffen. Aber wir lassen ihn mal in dem Glauben, dass Probeschüsse nicht dazu zählen. Es gibt niemand bestimmten, mit dem ich gerne trainieren würde. Wichtig ist, dass wir Spaß beim Training haben und es keinen Konkurrenzkampf gibt.

11 Der Schießsport ist für jung und alt geeignet. Außerdem ist das Schießen gut für die Konzentration und fördert den Teamgeist. Das Einzelergebnis zählt genauso wie das Teamergebnis.

Dr. Bernhard Gmehling 2010 beim Promispiel mit Kai Pflaume
Dr. Bernhard Gmehling 2010 beim Promispiel mit Kai Pflaume

Bernhard Gmehling – Fußball

❶ Seit früher Kindheit habe ich immer Sport betrieben, vor allem Fußball gespielt. Mein Vater war schon ein begeisterter Fußballspieler. Später habe ich dann in meiner Zeit am Gymnasium auch Handball und Tennis gespielt.

❷ Beim Fußballsport gefällt mir am meisten der Mannschaftsgeist und die Dynamik des Spiels, ich spiele aber auch sehr gerne Tennis, Tischtennis und fast alle anderen Ballsportarten.

❸ Der größte sportliche Moment in meiner Karriere war ­natürlich der Gewinn der Fußballeuropameisterschaft der Bürgermeister im Jahr 2008 in Österreich. Im Endspiel gegen die italienische Mannschaft habe ich das 3 : 0 geschossen und damit endgültig den Europameistertitel klargemacht.
Ein konkretes Ziel, auf das ich trainiere, habe ich nicht, mein Ziel ist, so lange wie möglich gesund zu bleiben und Sport treiben zu können.

❹ Rituale vor dem Wettkampf habe ich keine.

❺ Regenerieren kann ich am besten in meinem Garten bei einem isotonischen Getränk.

❻ Ich fühle mich mit allen Verein in Neuburg an der Donau sehr verbunden, bin seit 50 Jahren Mitglied im TSV 1862 ­Neuburg und darüber hinaus in verschiedenen anderen Vereinen. Im Bereich Fußball ist mein Verein der SC Ried, für den ich noch ab und zu bei den alten Herren die Kugel trete.

❼ Mein Lieblingsplatz ist der Karlsplatz in der Neuburger Altstadt.

❽ Mein Lieblingsessen ist Wildschweinbraten mit Semmelknödel und Preiselbeeren.

❾ Auf Sport möchte ich nie verzichten und auch nicht auf unser schönes Neuburg an der Donau.

❿ Mein aktuelles Vorbild im Fußball ist Thomas Müller und mit dem würde ich auch gerne mal trainieren.

11 Ich kann hier jedem nur raten, es einfach mit Sport zu probieren, egal ob Schwimmen, Radfahren oder Walking oder eben die Ballsportarten, die einfach Freude machen. Mein Tipp wäre hier immer, kleine Ziele ins Auge zu fassen und so mit der Zeit immer sportlicher zu werden.

Text: Alex Fitzek; Fotos: privat