Die Landschaft rund um Neuburg und den Landkreis steckt voller Geschichten, Naturerlebnisse und beeindruckender Ausblicke. Ob auf dem Rad, mit Wanderstiefeln oder Nordic-Walking-Stöcken – jede Tour verspricht bleibende Eindrücke.
Radtour
Schlösser-und-Burgen-Tour
Schwierigkeit: mittelschwer
Länge: 76,5 km
Bergauf: 415,0 m
Bergab: 415,0 m
Die Tour startet in Neuburg an der Donau und läuft auf dem Donauradweg Richtung Donauwörth, direkt am Flussufer, entlang. Über Stepperg mit seinem Schloss radelt man direkt ins Urdonautal nach Rennertshofen. Vor der Marktstraße, die mit den beiden Toren und den stolzen Fassaden der historischen Bürgerhäuser ein sehenswertes Ensemble bildet, geht es rechts ab und der Ort wird auf der Industriestraße verlassen. Der Weg führt an den Weinberghöhlen bei Mauern und der Burgruine bei Hütting vorbei und man gelangt an die Schutter. Wenig später bietet sich die Gelegenheit zu einem Abstecher nach Bergen, wo neben dem sehenswerten barocken Münster Einkehrmöglichkeiten locken.
Anschließend radelt man entspannt über Nassenfels mit seiner Wasserburg durch das idyllische Schuttertal nach Buxheim. Auf dem folgenden Abschnitt weichen die Felder und Wiesen langsam den Ausläufern der Stadt Ingolstadt, wo sich für Autofans ein Abstecher zum Audi Forum mit dem „museum mobile“ lohnt. Durch das Kreuztor geht es direkt in die historische Altstadt mit dem gotischen Liebfrauenmünster.
Der Donauradweg führt uns weiter in eines der bedeutendsten Auwaldgebiete an der deutschen Donau. Wer mehr über die Renaturierung der Donauauen erfahren möchte, sollte einen kurzen Zwischenstopp beim Auenzentrum im Jagdschloss Grünau einplanen. Am Donaukai in Richtung Innenstadt bietet sich noch die Möglichkeit, das prächtige Renaissanceschloss von seiner besten Seite zu bestaunen. Die Innenstadt lockt mit zahlreichen Cafés und Einkehrmöglichkeiten, in denen sich der Tag entspannt ausklingen lässt.
NORDIC WALKING
Runde um den Finkenstein
Schwierigkeit mittelschwer
Länge 7,1 km
Zeit zu Fuß 02:20 h
Bergauf 214,0 m
Bergab 213,0 m
Vom Parkplatz in Bittenbrunn gelangt man durch das Eulatal zur Staustufe Bittenbrunn. Bevor man die Donau überquert, biegt man nach rechts ab und wandert auf dem Damm entlang der Donau. An der Brücke halten sich die Wanderer rechts und laufen bergauf in den Wald zum 4,8 ha großen Naturschutzgebiet Finkenstein. Den Rifffelsen des Finkensteins erreichen die Wanderer, wenn sie sich an der ersten Gabelung links halten. Der Jurafelsen mit seinen offenen Felspartien ist in vielerlei Hinsicht einmalig. Von hier aus schweift der Blick weit ins Donautal bis zum Antoniberg im Westen, dem Beginn des Neuburger Donaudurchbruchs. Vor einigen zehntausend Jahren nahm die Donau einen neuen Lauf und schaffte hier den ersten Durchbruch durch den Jura. (Der zweite größere Durchbruch entstand dann bei Kloster Weltenburg).
Seit Jahrhunderten gehört der Donaubereich um den Finkenstein zu den oberen Fischrechten der Neuburger Fronfischer. Sie errichteten 1886 das Gipfelkreuz.
Wenn man den Weg zurück Richtung Osten geht, gelangt man an ein Kneippbecken, in dem man herrlich die Beine kühlen kann. Gleich daneben sind die Überreste einer römischen Villa zu sehen.
Beim Finkenstein bauten bereits die Römer Wein an. Seit einigen Jahren hat ein Neuburger Winzer diese Tatsache zum Anlass genommen, dort wieder einen Weinberg anzulegen. Es handelt sich um den „kleinsten Weinberg Bayerns“, der rechts unterhalb am Fuße des Eulatals mit Blick auf die historische Altstadt liegt. Winzer Josef Tremml bietet nach Vereinbarung Weinseminare mit Weinverkostung und einer Brotzeit an.
Der Rundweg führt nach dem Weinberg hinab nach Bittenbrunn wieder zum Parkplatz unterhalb der Kirche.
WANDERN – HALBTAGESTOUREN
Rundwanderweg Alte Burg
Länge 6,5 km
Zeit zu Fuß 01:57 h
Bergauf 132,6 m
Bergab 132,6 m
Nahe dem Donauufer auf einem Hügel versteckt im Wald, etwa zwei Kilometer westlich von Neuburg, findet man die Ruinen der Alten Burg aus dem 10. Jahrhundert. Die Burg kam im Jahr 1007 in den Besitz Kaiser Heinrichs II. Nach der endgültigen Zerstörung im Jahr 1386 wurde sie nicht mehr aufgebaut. 1818 schenkte König Maximilian I. die Ruine der Stadt Neuburg mit der Verpflichtung sie zu erhalten. Heute ist die verwunschen im Wald gelegene Burgruine mit ihrem tiefen Burggraben ein interessantes Ausflugsziel.
Tipp: Wem die 6,5 km zu kurz sind, können wir einen Abstecher ins Naturschutzgebiet Kreut empfehlen. Interessant ist neben dem Artenreichtum auch der alte Friedhof des ehemaligen Dorfes Kreut.
Schuttertal Rundwanderweg
Schwierigkeit einfach
Länge 5,0 km
Zeit zu Fuß 01:35 h
Bergauf 114,0 m
Bergab 114,0 m
Geht man den Hügel nördlich von Bergen zum Waldrand hinauf, hat man von dort einen wunderschönen Blick auf die Wallfahrtskirche Heilig Kreuz. Weiter geht es durch den „Spitalwald“ Richtung Hütting den Hügel wieder hinab und dann rechts in das malerische Schuttertal. Am sogenannten Überlauf kreuzen sich zwei Flüsschen.
Text: Stadt Neuburg an der Donau; Foto: Maximilian Semsch