Die Welt der Weihnachtswichtel

Ursprung und Brauch der skandinavischen Tradition – jetzt auch bei uns. Macht mit

Der Wichtel ist eine zauberhafte Adventstradition aus Skandinavien, die besonders Kinder ab drei Jahren begeistert. In Dänemark heißt er Nisse, in Schweden Tomte und in Finnland Tonttu. In Deutschland hingegen gibt jede Familie ihrem ganz eigenen Wichtel meist einen individuellen Namen.

Traditionell zieht der kleine Weihnachtswichtel am 1. Dezember ein – und bleibt bis Weihnachten. Er wohnt heimlich hinter einer kleinen Wichteltür, hilft dem Weihnachtsmann und sorgt während der gesamten Adventszeit für Spaß, Spannung und eine Extraportion Weihnachtszauber.

So leben die Weihnachtswichtel
So leben die Weihnachtswichtel

Was ist das Besondere?

Die kleinen Wichtel sind echte Nachtschwärmer – deshalb bekommt man sie nie zu Gesicht. Doch ihre Spuren verraten: Sie waren da! Oft hinterlassen sie liebevolle Briefe, in denen sie die Kinder um kleine Gefälligkeiten bitten – etwa ein schönes Bild zu malen oder das Kinderzimmer aufzuräumen. Und wer kann da schon nein sagen? Schließlich wartet am nächsten Morgen meist eine kleine Überraschung als Dankeschön.

Manchmal überkommt die Wichtel die Backlust – und schon herrscht ein heilloses Durcheinander: Mehl liegt verstreut, Backbleche stehen kreuz und quer.

Die Briefe und Streiche können Bezug auf aktuelle Ereignisse in der Familie nehmen oder einfach ein bisschen Spaß in die Adventszeit bringen – da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Dabei erzielen auch kleine Streiche, wie Wackelaugen auf Obst oder mit Klopapier umwickelte Gegenstände, eine überraschende und lustige Wirkung.

Wo wohnt der Wichtel?

Zu Hause ist der Weihnachtswichtel hinter einer kleinen Tür, die meist knapp über der Fußleiste an der Wand befestigt ist. Je nachdem wie groß die Wichteltür ist, kann sie auch auf einen kleinen Tisch dekoriert werden.

Die Zauberkraft des Wichtels bleibt nur erhalten, solange ihn niemand zu Gesicht bekommt. Deshalb ist seine Tür tagsüber fest verschlossen, und er wird erst aktiv, wenn alle schlafen.

Am wohlsten fühlt sich der Wichtel an einem ruhigen Ort, wo er ungestört planen, werkeln und seine nächtlichen Streiche vorbereiten kann – ohne Gefahr, entdeckt zu werden.

Tipp: Wenn zwischen Fußboden und Wichteltür ein kleiner Abstand besteht, lässt sich dieser ganz einfach mit einer Mini-Leiter oder einer winzigen Treppe überbrücken. Das macht den Eingang gleich noch charmanter!

Vorfreude in der Adventszeit

Mit seinen kreativen Ideen, Miniaturwelten und liebevollen Überraschungen bringt er jeden Tag ein Stück Magie in die Vorweihnachtszeit. Und das Beste: Wenn er einmal eingezogen ist, kann er jedes Jahr wiederkommen.

Wichtig: In der Wichtelwelt gibt es kein Richtig oder Falsch. Jede Familie gestaltet ihre eigene, ganz persönliche Wichtelzeit