Weihnachten ist die Zeit des Zusammenseins, des Lichts – und des guten Essens. Wir haben für euch vier Rezepte für ein gelungenes Menü zusammengestellt, die gut vorzubereiten sind. Das Filet Wellington begeistert auch in der veganen Variante – und gemeinsam mit der samtigen Maronensuppe und dem verführerisch-festlichen Dessert bringt ihr Genuss und Stimmung auf den Tisch. Lasst euch inspirieren und entdeckt neue Lieblingsgerichte für euer Weihnachtsfest!
Maronensuppe
Zutaten
400 g frische Maronen (oder bereits gekochte und geschälte Maronen) • 1 große Kartoffel • 1 EL Butter • 1 große Zwiebel • 2 Knoblauchzehen • 500 ml Gemüsebrühe • 200 ml Sahne • Salz & Pfeffer • Petersilie zum Garnieren
Zubereitung
Frische Maronen zunächst auf der flachen Seite kreuzweise einschneiden und für 10 Minuten in kochendem Wasser blanchieren. So lässt sich die Schale samt innerer Haut leicht entfernen. Alternativ können bereits geschälte und gegarte Maronen verwendet werden.
1 EL Butter in einem großen Topf erhitzen und Zwiebel sowie Knoblauch darin glasig dünsten. Die klein geschnittenen Maronen und Kartoffeln hinzufügen und weitere 5 Minuten anbraten.
Mit Gemüsebrühe ablöschen und etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis Maronen und Kartoffeln weich sind. Die Suppe anschließend mit einem Stabmixer pürieren, bis eine cremige Konsistenz entsteht.
Sahne einrühren und die Suppe erneut erhitzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und heiß servieren. Nach Belieben mit frischer Petersilie garnieren.
Filet Wellington
Zutaten (für 4 Portionen)
1 kg Rinderfilet (Mittelstück) • Salz • Pfeffer • Rapsöl
Pilzfarce
2 Schalotten (fein gehackt) • 400 g Champignons (frisch)
30 g Butter • 50 ml Madeira • 50 ml Schlagsahne
3 El glatte Petersilie (gehackt) • 150 g Leberpastete
Teighülle
2 Pk. Blätterteig (à 300 g, tiefgekühlt) • 1 Bio-Eiweiß
1 Bio-Eigelb (verquirlt mit etwas Milch oder Wasser)
Madeira Sauce
Butter zum Anschwitzen • 1 Schalotte (in feinen Würfeln)
200 ml Madeira • 300 ml Rinderfond (aus dem Glas)
einige Butter (kalt, in Stückchen)
Zubereitung
Etwa zwei Stunden vor dem Braten das Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Zimmertemperatur annehmen kann.
Die Champignons sorgfältig putzen und fein hacken. In einem großen Topf die fein gehackten Schalotten in Butter glasig anschwitzen, anschließend die Pilze dazugeben und mitdünsten. Bei starker Hitze so lange weitergaren, bis die gesamte Flüssigkeit verdampft ist. Dann Madeira und Sahne hinzufügen und erneut einkochen lassen, bis die Masse vollständig trocken ist – so erhält die Farce ihre richtige Konsistenz. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken, die gehackte Petersilie unterrühren und die Mischung abkühlen lassen.
Fleisch trocken tupfen, mit Salz und Pfeffer einreiben. In Rapsöl rundum scharf anbraten, herausnehmen und den austretenden Fleischsaft auffangen. Dieser kann für die Sauce verwendet werden.
Für die Sauce die Schalotten schälen und sehr fein hacken. In der geschmolzenen Butter glasig anschwitzen, dann mit Madeira ablöschen und mit Salz und Pfeffer würzen. Sobald der Süßwein fast vollständig eingekocht ist, den Fond hinzufügen und die Sauce erneut einkochen lassen. Anschließend vom Herd nehmen und mit einem Stabmixer fein pürieren. Wer keine Stückchen mag, kann die Sauce zusätzlich durch ein Sieb streichen – die aufgefangenen Zwiebelreste lassen sich wunderbar im Pilzragout weiterverwenden.
Kurz vor dem Servieren die kalten Butterstücke in die heiße, aber nicht mehr kochende Sauce einrühren. So entsteht eine besonders cremige, samtige Konsistenz.
Den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Blätterteigscheiben nur halb auftauen, übereinanderlegen und zu einem länglichen Rechteck ausrollen, das groß genug ist, um das Fleisch vollständig einzuwickeln. Die überstehenden Seitenteile abschneiden und beiseitelegen – sie dienen später als Dekoration. Den ausgerollten Teig mit der Leberpastete und der Champignonfarce bestreichen, das abgekühlte Rinderfilet daraufsetzen und die restliche Farce gleichmäßig um das Fleisch herum verteilen und leicht andrücken. Den Teig darüber zusammenklappen, die Ränder mit Eiweiß bestreichen und sorgfältig verschließen.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und das eingewickelte Filet mit der Naht nach unten darauflegen. Aus den Teigresten kleine Sterne oder Herzen ausstechen und mit Eiweiß auf dem Blätterteig befestigen. Das vorbereitete Fleisch kann nun unbedeckt bis zum Backen im Kühlschrank oder einem kühlen Keller gelagert werden. Den auf dem Teller aufgefangenen Fleischsaft vorsichtig zur Sauce geben.
Das eingewickelte Fleisch mit verquirltem Eigelb bestreichen und mehrfach leicht einschneiden, damit der Dampf während des Backens entweichen kann. Anschließend etwa 35 Minuten im Backofen backen und dabei darauf achten, dass der Blätterteig nicht zu dunkel wird. Danach den Ofen ausschalten, die Tür öffnen und das Filet weitere 10–15 Minuten ruhen lassen.
Das Filet Wellington am besten mit einem elektrischen Messer in gleichmäßige, nicht zu dicke Scheiben schneiden und mithilfe eines breiten Spatels vorsichtig auf eine Servierplatte legen. Die Sauce separat dazu reichen. Als Beilage passen besonders gut Brokkoli, junge Möhren oder Zuckerschoten.
Veganes Filet-Wellington
Zutaten (für 4 Portionen)
750 g Pilze • 125 g gekochter Reis • 1 – 2 EL Olivenöl
1 große Zwiebel gewürfelt • 4 Knoblauchzehen gehackt
150 g Spinat • 100 g gehackte Nüsse (Walnüsse, Pekannüsse) optional • 2 EL Senf • Salz • Pfeffer • 4 Zweige Thymian
1 veganer Blätterteig • 2 – 4 EL pflanzliche Milch + Prise Kurkuma (zum Bestreichen)
Zubereitung
Zunächst die Füllung vorbereiten. Dafür den Reis kochen. Währenddessen in einer Pfanne die Zwiebeln mit 1 EL Olivenöl anbraten. In die Pfanne die Pilze geben, mit Salz und Pfeffer würzen und kurz mitbraten. Die Pilze sollten nicht weich sein. Die angebratenen Pilze auf ein Küchenpapier geben und abtropfen lassen.
Nun den Knoblauch in der Pfanne kurz anbraten. Den Spinat waschen, abtrocknen und zum Knoblauch geben. So lange anbraten, bis der Spinat zusammenfällt.
Nun beide Komponenten zusammen mit dem Reis vermengen und mit dem Senf würzen. Optional können noch Nüsse zugefügt werden. Die Füllung gut auskühlen lassen. Dafür die Masse eng in eine Frischhaltefolie wickeln.
Den Blätterteig aufrollen und auf ein Blech mit Backpapier legen. Die abgekühlte Füllung ohne die Folie in die Mitte legen und mit Thymian bestreuen. Danach die Pilz-Reis-Füllung gut mit dem Blätterteig umhüllen und die Kanten festdrücken, damit alles gut verschlossen ist.
Mit einem scharfen Messer die Oberfläche des Blätterteigs kreuzweise einschneiden, aber nicht komplett durchschneiden. Optional kann das vegane Filet-Wellington auch in einer Auflaufform gebacken werden.
Zum Schluss den Blätterteig mit etwas pflanzlicher Milch und Kurkuma bepinseln, damit das Gericht eine schöne Farbe bekommt.
Im vorgeheizten Ofen ca. 25 Minuten backen, bis der Blätterteig knusprig braun ist.

Bratapfel Tiramisu
Zutaten (für 6 Portionen)
250 g Mascarpone • 200 g Schlagsahne • 60 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker • 100 g Spekulatius
1 Apfel • 35 g Butter • 1 EL Zimtzucker
1 EL Mandeln, gehackte • 20 ml Amaretto
20 ml Apfelsaft • Kakaopulver zum Bestäuben
Zubereitung
Die Butter in einer Pfanne zerlassen und den geschälten, klein gewürfelten Apfel darin kurz bei mittlerer Hitze anbraten. Zimtzucker und gehackte Mandeln hinzufügen, verrühren und mit Apfelsaft sowie Amaretto ablöschen. Alles kurz köcheln lassen und anschließend zum Abkühlen beiseitestellen.
Die Sahne steif schlagen. In einer separaten Schüssel Mascarpone, Zucker und Vanillezucker verrühren und die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben.
Die Spekulatius-Kekse grob zerbröseln, zum Beispiel in einem Gefrierbeutel mit einem Hammer. In kleinen Gläschen wird nun geschichtet: Zuerst die Creme, dann der Bratapfel, anschließend die Kekskrümel, gefolgt von einer weiteren Schicht Creme.
Die Gläschen idealerweise über Nacht kühl stellen. Vor dem Servieren mit etwas Kakao bestäuben.