Florian Herold

Oberbürgermeisterkandidat für die Freien Wähler

DIE INTERVIEW-FRAGEN

❶ Persönliche Vorstellung: Wer sind Sie? Erzählen Sie uns kurz etwas
über Ihren beruflichen Werdegang, Ihre Verbindung zu Neuburg und warum Neuburg für Sie persönlich lebenswert ist? 

❷ Motivation: Warum kandidieren Sie für das Amt der Oberbürgermeisterin bzw. des Oberbürgermeisters? 

❸ Vision für Neuburg: Wie sieht Ihre Vorstellung von Neuburg in fünf bis zehn Jahren aus? Welche Entwicklung wünschen Sie sich für die Stadt?

❹ Schwerpunkte Ihrer Arbeit: Welche drei Themen sind für Sie die wichtigsten, wenn Sie gewählt werden und warum? 

❺ Bürgernähe und Zusammenarbeit: Wie möchten Sie die Bürgerinnen und Bürger in Entscheidungen einbinden und die Zusammenarbeit mit Vereinen, Wirtschaft und Verwaltung gestalten?

Florian Herold

Mit meiner Frau Sonja und unserem Sohn lebe ich in Neuburg im Ortsteil Bruck
Mit meiner Frau Sonja und unserem Sohn lebe ich in Neuburg im Ortsteil Bruck

❶ Ich bin Florian Herold, 47 Jahre alt, Verleger, Teamleiter im Kinopalast Neuburg und Stadtrat. Ich lebe in Neuburg gemeinsam mit meiner Frau Sonja und unserem Sohn. Neuburg ist unser Zuhause.

Beruflich bin ich im Verlagswesen tätig und leite ein Team im Kinopalast. Im Dezember ist mein neues Buch „Von Preußen und Drachen“ erschienen. Darin geht es um Dialoge, Perspektiven und das Zusammenbringen unterschiedlicher Hintergründe.

Neuburg ist für mich liebenswert, weil hier Geschichte, Natur und Gemeinschaft auf eine ganz besondere Art zusammenkommen. Diese Mischung macht die Stadt ebenso lebenswert wie einzigartig und sie verdient eine aktive und verantwortungsvolle Weiterentwicklung.

❷ Ich kandidiere, weil ich Verantwortung übernehmen möchte. Neuburg steht vor wichtigen Entscheidungen, die langfristig wirken sollten.

Die große Herausforderung mit einer Gesamtverschuldung von rund 120 Millionen Euro bei Stadt und Stadtwerken erfordert tragfähige, weitsichtige Lösungen. Diese Entscheidungen möchte ich aktiv ausgestalten und nicht nur verwalten. Mir ist wichtig, dass Entscheidungen nachvollziehbar sind und die Menschen in Neuburg eingebunden werden.

❸ Ich sehe Neuburg als eine Stadt, die es verdient hat, solider aufgestellt zu sein, wirtschaftliche Perspektiven endlich konsequent auszubauen und gemeinsam mit unserer starken Verwaltung mehr Freiraum zu schaffen, um für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger mehr leisten zu können als bisher.

Gleichzeitig ist es mir wichtig, die großartige kulturelle und gewachsene Vereinslandschaft sowie den besonderen Charakter Neuburgs zu bewahren. Neuburg soll sich weiterentwickeln, ohne sich selbst zu verlieren.

❹ Ein wichtiger Punkt meiner Kandidatur ist, dass ich bereits in der vergangenen Legislaturperiode aktiv gestaltet habe. Stadtrat sein bedeutet für mich nicht zuzusehen, sondern Verantwortung zu übernehmen.

Ich habe unter anderem gemeinsam mit dem Stadtrat die Satzung der unteren Altstadt aktualisiert, damit Photovoltaik auf Dächern möglich wird und Wärmepumpen in Innenhöfen realisiert werden können und noch viel mehr. Ebenso habe ich mich zusammen mit Verkehrsreferent Bernhard Pfahler dafür eingesetzt, dass Neuburg an einem Gesamtverkehrskonzept arbeitet. Eine aktuelle Umfrage der Freien Wähler zeigt deutlich, dass dieses Thema für viele Neuburgerinnen und Neuburger von zentraler Bedeutung ist. An der Umfrage können sie aktiv teilnehmen: 

stadtentwicklung.freiewaehler-neuburg.de

Mir ist Transparenz besonders wichtig. Zu Beginn der Legislatur habe ich mich dafür eingesetzt, dass eine Informationsfreiheitsatzung eingeführt wird. Entscheidungen sollen nachvollziehbar sein und es soll keine Einzellösungen mehr geben, sondern ein Neuburg für viele und nicht nur für wenige.

Alle meine Anträge und Themen habe ich über die gesamte Legislatur hinweg öffentlich dokumentiert. Wer sich dafür interessiert, findet diese auf meinem Blog unter www.fw-herold.de. Transparenz ist für mich kein Schlagwort, sondern gelebte politische Arbeit.

Meine drei inhaltlichen Schwerpunkte sind:

1. Stadtentwicklung mit Weitblick

Neuburg braucht ein integriertes Stadtentwicklungskonzept, das unsere Arbeitswelt, das Wohnen, den Verkehr, die Anbindung an die Donau, die Ortsteile und die langfristige Entwicklung einschließlich Klimaschutz zusammen denkt und finanziell tragfähig bleibt.

2. Wirtschaftliche Perspektiven stärken

Eine stabile wirtschaftliche Grundlage ist Voraussetzung für Handlungsspielräume. Mir geht es darum, vorhandene Potenziale besser zu nutzen, Betriebe zu halten und Entwicklung gezielt zu ermöglichen, damit Neuburg auch in Zukunft handlungsfähig bleibt. Dafür möchte ich eine Stadtentwicklungsgesellschaft ins Leben rufen, andere Städte zeigen, wie es geht. Von Anfang an habe ich mich zusammen mit Stadtrat Hans Mayr für ein Gründerzentrum ausgesprochen. 

3. Raum geben statt alles selbst steuern

Neuburgs Identität lebt von den Menschen, Initiativen und Vereinen vor Ort. Die Stadt sollte nicht überall selbst Akteur sein, sondern dort unterstützen, wo Kompetenzen vorhanden sind. Es geht um verlässliche Förderung, klare Strukturen und Wertschätzung. Die Stadt soll begleiten und ermöglichen, nicht bremsen oder verdrängen.

❺ Bürgernähe bedeutet für mich, Menschen frühzeitig und verbindlich in Entscheidungen einzubeziehen. Deshalb setze ich auf die Idee eines jährlich gelosten Bürger- und Unternehmerrats, der aktiv an der Entstehung und Weiterentwicklung eines Stadtentwicklungskonzepts beteiligt ist.

Dieser Rat soll unterschiedliche Perspektiven aus Bürgerschaft und Unternehmerschaft zusammenbringen und nicht nur beraten, sondern Teil des Prozesses sein. Ergänzt durch transparente Informationen und offene Dialogformate entsteht so eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft. Entscheidungen werden erklärbar, nachvollziehbar und gemeinsam getragen.

Nominierungsversammlung der Freien Wähler Neuburg
Nominierungsversammlung der Freien Wähler Neuburg