Irgendwann kommt für die meisten Eltern der Tag, an dem das Nest leer ist, weil die Kinder flügge geworden sind. Und sind die Söhne und Töchter erst einmal aus dem Haus, wirkt das geräumige Heim, in dessen großen Garten die Kleinen früher gespielt haben, auf viele Paare leer und verlassen. Doch solchen negativen Gefühlen sollte man in dieser Situation keinen Raum geben. Stattdessen sollte man sich der Gelegenheit bewusst sein, dass man jetzt endlich einmal an sich denken darf und kreativ werden kann. Denn es stellt sich die Frage, was aus ungenutzten Platz werden soll. Hobbyraum für die Modelleisenbahn, Ankleidezimmer oder Wellnessbad? Dem Ideenreichtum sollten keine Grenzen gesetzt sein. Im Folgenden werden einige Möglichkeiten vorgestellt:
Das erweiterte Wohnzimmer:
Bei der Umgestaltung eines Zimmers, kommt es häufig auch auf die Lage an. Befindet sich das ehemalige Kinderzimmer direkt neben dem Wohnzimmer bietet sich ein Wanddurchbruch an, um die beiden Räume zu einem großen Saal mit Platz für Esstisch und Couchlandschaft zu verbinden. Vielleicht kann sich jetzt mit mehr Platz auch endlich der Traum vom Kamin erfüllen.
Das Ankleidezimmer:
Gerade Frauen träumen oft von einem eigenen Ankleidezimmer mit raumhohem Spiegel, verspieltem Schminktisch, unzähligen Schubladen, Regalen und Kleiderstangen wo alle Hosen, Blusen, Jacken und sonstige modische Accessoires ihren Platz haben. Liegt nun das freie Zimmer in der Nähe des Schlafzimmers, bietet sich diese Lösung besonders an. Solche Zimmer verfügen zudem über ausreichend Stauraum für die Dinge, die nicht jeden Tag gebraucht werden, wie Sommer- und Winterbetten, Decken und Reisegepäck, diverse Schuhe.
Auch wenn die Kinder nun nicht mehr zuhause wohnen, kommen sie sicherlich noch zu Besuch – und das irgendwann bestimmt mit Enkeln. Liegt der Wohnort der Kinder mehrere
Autostunden entfernt, bleiben sie oft auch über Nacht. Für solche Fälle ist es für beide Seiten bequem, wenn es ein gemütliches Gästezimmer gibt. Sind gerade keine Besucher im Haus, kann das Zimmer beispielsweise als Bibliothek genutzt werden: ein paar Regale an die Wand, alte Bücher aus dem Karton holen und auf der Schlafcouch schmökern.
Das barrierefreie Badezimmer:
Auch wenn man sich im Moment noch fit fühlt, sollte man an die Zukunft denken. Befindet sich das freie Kinderzimmer direkt neben dem Bad, ist ein relativ unkomplizierter Ausbau zum barrierefreien Bad mittels Wanddurchbruch möglich. Der Zusammenschluss von zwei Zimmern garantiert mehr Bewegungsfreiheit und somit Komfort. Badewanne und Dusche werden getrennt oder großzügiger eingebaut. Es ist einzig darauf zu achten, wie die Wasserrohre verlaufen. Sind diese zu weit entfernt, kann das zum Problem werden.
Das Fitness-Studio:
Steht der Hometrainer momentan noch sperrig im Wohnzimmer? Das muss jetzt nicht mehr so sein. Denn ein freies
Zimmer lässt sich ohne viel Aufwand in ein eigenes kleines Fitnessstudio umwandeln. Den Stepper, das Laufband, das Fahrrad und die Hantelbank einfach im Raum platzieren und los geht es! Wer möchte kann sich noch mit einem Radio oder Fernseher einrichten.