Jonas Kryszanowski
… hatte Glück beim Los – und für ihn ging ein Traum in
Erfüllung. Er flog zum Auftaktspiel der Deutschen Fußballnationalmannschaft in die USA. In der Region ist er vielen Fußballspielern als Schiedsrichter bekannt. Für HALLO Neuburg beschreibt er seine Eindrücke aus dem Stadion in Houston, wo unsere Mannschaft auf Curaçao traf. Jonas war mit seinem Kollegen Markus Beck unterwegs.
„Der Spielbeginn war 12 Uhr Ortszeit, wir waren zur Stadionöffnung bereits um 9 Uhr vor Ort. Die Anreise zum Stadion lief mit der Metro; das hat problemlos geklappt, der Zugang war schnell und unkompliziert. Innerhalb des Stadions war es klimatisiert, trotz des geschlossenen Dachs konnte man es gut aushalten. Vor und während des Spiels gab es viele Show-
Elemente wie Livemusik oder die US-amerikanische Nationalhymne. Die Kosten im Stadion waren schon sehr hoch, eine halbe Bier hat circa 19 Dollar gekostet.
Die Atmosphäre während des Spiels war sehr gut, es herrschte eine gute Stimmung in der deutschen Kurve. Unsere Plätze befanden sich direkt hinterm Tor, in unmittelbarer Nähe zum Spielfeld. Obwohl die Metro im 6-min-Takt gefahren ist, sind wir erst nach rund zwei Stunden in unserem Übernachtungsort eingetroffen. Das Verlassen des Stadions in Richtung Metro hat sich sehr gestaut.
Insgesamt war es für uns ein einmaliges Erlebnis. Wir hatten extrem viel Spaß, haben viele Erfahrungen mitgenommen – und würden es wieder so machen, wenn sich die Gelegenheit bietet.“
Dr. Bernhard Gmehling
24 Jahre lang stand Dr. Bernhard Gmehling als Neuburgs Oberbürgermeister in besonderer Verantwortung. Auch in dieser Zeit blieb er aktiver Fußballer und führte die Deutsche
Nationalmannschaft der Bürgermeister im Jahr 2008 zur Europameisterschaft. Als Kapitän krönte er seine herausragende Leistung mit dem Schlusstor.
Wie er die aktuelle WM im Fußballsommer 2026 erlebt, erzählt er in unserem Interview:
„Unsere Mini-Gruppe besteht aus meinem ältesten Schulfreund, seinem 90-jährigen Nachbarn und mir. Natürlich fiebern wir voller Elan mit unserer Mannschaft mit, schauen in der Gruppe aber nur die Deutschland-Spiele.
Klar, dass ich bei den Übertragungen immer mein original Deutschland-Trikot anhabe, das ich zu meiner Verabschiedung in der Deutschen Nationalmannschaft der Bürgermeister geschenkt bekommen habe. Ich trage die Nr. 24!
Zu einem gelungenen Fußballabend gehört natürlich ein Deutscher Sieg, manche Spezialistengespräche und auch das ein oder andere Weizenbier! – Die meist langweiligen und oft nervigen Interviews vor und nach dem Spiel schauen wir nur in Ausnahmefällen.“
Max Oswald
Der Mediaberater der Neuburger Rundschau spielt seit seiner Schulzeit Fußball. Da sind mittlerweile 27 Jahre aktive Fußball-Laufbahn zusammengekommen. Er macht die Herrenmannschaft bei der SpVgg Langenbruck als Torwart komplett.
„Bei den Deutschlandspielen sind wir meistens im engsten Familienkreis zusammen – da sind natürlich auch die Kinder voll mit dabei, das machen wir schon seit Jahren so. Je nach Spiel gesellen sich dann super gerne noch Freunde oder Nachbarn dazu, sodass wir auch mal eine richtig große, bunte Runde von fast 20 Leuten werden.
Unser festes Ritual ist das gemeinsame Schauen bei mir auf der Terrasse, wo wir extra eine große Leinwand aufbauen. Meistens treffen wir uns schon zwei Stunden vor Anpfiff, um uns zusammen einzustimmen – natürlich alle im Spielertrikot und mit Fanartikeln von der Fahne bis zur Tröte. Je nach Wetter wird gegrillt oder Pizza bestellt. Und unser absolutes Highlight ist unsere gemeinsame Kicktipp-Runde: Da schaut am nächsten Morgen wirklich jeder direkt nach dem Aufwachen als Erstes aufs Handy, um zu sehen, wer wie viele Punkte abgeräumt hat!
Im Grunde läuft die WM bei uns im Hintergrund rauf und runter. Das ganz große Mitfiebern bleibt natürlich den Deutschlandspielen vorbehalten, aber für die echten Kracher-
Begegnungen und Top-Spiele treffen wir uns trotzdem gerne an der Leinwand.
Da die Spiele durch die Zeitverschiebung bei uns ja relativ spät laufen, müssen wir nach dem Abpfiff natürlich ein bisschen auf die Lautstärke achten. Wir wohnen auf dem Dorf, da ist das nachts noch mal etwas sensibler. Aber wir sitzen eigentlich immer noch eine ganze Weile zusammen, analysieren das Spiel und schauen uns die Interviews an. In diesen Momenten werden wir dann alle zu Bundestrainern und wissen sowieso alles besser!