Sie haben schon einiges im Sport erreicht und sich überregional einen Namen gemacht: Nach Christian Wohlfarth (Strongman), Vincent Hoiß (Kajak), Katharina Fierl (Leichtathletik), Bastian Glockshuber (Triathlon/Halbmarathon), Omar Abu Nemah (Boxen) Stefani Meyer (Ausnahmesportlerin), Emilia Fürhofer (die Deutsche Meisterin im Lichtgewehr aus Ludwigsmoos), Vinzenz Fortner (Leichtathletik), Sofia Meding (Turnen) und dem Jugend-Sechser des Radfahrervereins 1899 Burgheim e. V. befragen wir in dieser Ausgabe von HALLO Neuburg die Mannschaft, die in der Relegation den VfL Kaufering per Elfmeterschießen besiegte und damit in die Landesliga aufsteigt.
Für HALLO Neuburg haben sich sechs Fußballer der Herren I
des VfR 1926 Neuburg-Donau e. V. Zeit für ein exklusives Interview genommen. Was sie antreibt und begeistert, was sie erreicht haben und sich aktuell vornehmen, erfahrt ihr hier ebenso wie ihr Ritual vor dem Wettkampf, ihren Weg der Regeneration oder ihre Vorbilder.
Auch für alle, die beim Sport noch unschlüssig sind, was sie begeistern könnte, haben Spielertrainer Sebastian Habermeyer
und die Spieler Fredi Wytopil, Domi Jozinovic, Max Christl,
Sebastian Habermeyer, Rover Hössl und Nikolai Krzyzanowski einen persönlichen Tipp.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen!
Wie bist du zum Fußballspielen gekommen?
Sebastian: Den Ball hatte ich schon immer am Fuß und
habe dann mit vier Jahren beim BSV Neuburg begonnen.
Domi: Da ich in Kroatien direkt neben einem Fußballverein aufgewachsen bin, gab es für mich eigentlich keine andere Wahl als Fußball. Der Fußballplatz war praktisch mein zweites Zuhause. Ich habe dort jeden Tag verbracht und mit den anderen Kindern Fußball gespielt. Am Anfang war ich Feldspieler, aber ziemlich schnell bin ich ins Tor gewechselt, weil es mir dort einfach mehr Spaß gemacht hat.
Rover: Mich hat damals in der zweiten Klasse ein Klassen-
kamerad mit in sein Fußballtraining genommen. Seitdem konnte ich nie wieder aufhören mit dem Fußball.
Was gefällt dir an deiner Sportart am besten?
Sebastian: Das Miteinander mit den Jungs. Siegen auf
dem Platz sowie der Spaß und die Freude im Anschluss.
Domi: Als Torwart gefällt mir besonders die Verantwortung für die Mannschaft. Ich bin die letzte Linie und jede Aktion kann wichtig sein. Genau diese Herausforderung motiviert mich. Mit meinen Paraden kann ich dem Team Sicherheit geben, wichtige Situationen retten und die Mannschaft pushen. Außerdem macht es mir Spaß, das Spiel zu lesen und meine Mitspieler von hinten zu unterstützen.
Rover: Erfolge mit einer Gruppe von Leuten zu feiern,
die dasselbe Ziel verfolgen.
Was ist dein größter sportlicher Moment?
Und auf welches nächste Ziel trainierst du gerade?
Sebastian: Als Spieler war es der Aufstieg in die Regionalliga mit dem TSV Rain und als Trainer der jüngste Aufstieg mit dem VfR Neuburg in die Landesliga. Jetzt möchten wir in dieser Liga bestmöglich bestehen.
Domi: Mein größter sportlicher Moment war die Einladung in die kroatische Nachwuchsnationalmannschaft. Besonders stolz gemacht mich, dass ich damals mit Spielern zusammen trainiert und gespielt habe, die heute auf höchstem Niveau spielen und sogar bei der Weltmeisterschaft in Amerika dabei sind. Ein weiterer wichtiger Schritt in meiner Karriere war meine Saison in der Regionalliga Bayern beim TSV Rain. Dort konnte ich viele wertvolle Erfahrungen sammeln. Aktuell konzentriere ich mich darauf, mich als Torwart weiterzuentwickeln und konstant gute Leistungen zu zeigen. Mein Ziel ist es, in jedem Spiel für den VfR Neuburg mein Bestes zu geben und gemeinsam mit der Mannschaft weitere Erfolge zu feiern.
Rover: Ich wurde in der Jugend mal Kreisligameister, aber der Aufstieg dieses Jahr in die Landesliga ist natürlich der größte Erfolg. Ich persönlich will mich fußballerisch und körperlich unersetzbar machen für die Mannschaft. Das ist der Anspruch,
den ich an mich habe.
Hast du Rituale, die dir vor dem Wettkampf helfen?
Sebastian: Ich mache viele Sachen am Spieltag zuerst
„mit links“. Zum Beispiel den Schuh anziehen oder den
Platz betreten.
Domi: Ich habe keine besonderen Rituale. Für mich sind
eine gute Vorbereitung, Konzentration und die richtige
Einstellung wichtiger.
Rover: Nein, ich denke nicht wirklich. Ich versuch mich nur immer optimal vorzubereiten. Sei es Ernährung, Schlaf, Hydration. Wenn es ein Ritual gäbe, dann wäre es wahrscheinlich mein Asthma-Spray zu nehmen vor dem Spiel. Das hilft mir auf jeden Fall.
Wie kannst du am besten regenerieren?
Sebastian: Auf der Couch zu Hause. Mit den Gedanken
ist man trotzdem meistens noch beim absolvierten Spiel.
Domi: Am besten erhole ich mich durch genügend Schlaf, gute Ernährung und aktive Regeneration nach dem Training oder Spiel.
Rover: Mit gutem Essen, Dehnen und aktiver Regeneration.
Mit welchem Verein in der Region fühlst
du dich verbunden, und warum?
Fredi: Es sind 2 Vereine: VfR Neuburg (mein aktueller Verein) und SC Ried (mein „Heimatverein“, bei dem ich das Fußballspielen begonnen habe).
Max: Beim BSV Neuburg habe ich als Kind meine ersten Schritte im Fußball gemacht. In Ried bin ich sportlich und persönlich gereift. Und beim VfR Neuburg durfte ich mit dem Aufstieg in die Landesliga einen besonderen Erfolg feiern. Überall durfte ich tolle Menschen kennenlernen.
Nikolai: Nur mit dem VfR. Ich spiele hier, seitdem ich 4 Jahre alt bin und bin am 1. Tag nach meiner Geburt schon Mitglied geworden.
Wo ist dein Lieblingsplatz in der Region?
Fredi: Die Sparkassen Arena.
Max: Die Donau – unsere Bootstouren im Sommer
sind im Freundeskreis längst Tradition.
Nikolai: Bei uns im Vereinsheim. Jeden Donnerstag oder
nach Spielen bleiben viele noch sitzen und spielen Karten.
Was ist dein Lieblingsessen?
Fredi: Pizza Parma.
Max: Hauptsache viel 😉
Nikolai: Ich habe kein wirkliches Lieblingsessen, aber wenn ich mich entscheiden müsste, wäre es etwas mit Nudeln.
Worauf könntest du niemals verzichten?
Fredi: Sport / Bewegung.
Max: Familie, Freunde und Fußball.
Nikolai: Generell Sport. Ich gehe auch gerne Wandern
und Joggen und könnte nicht ohne Sport leben.
Wer ist/sind deine Vorbilder?
Mit wem möchtest du am liebsten mal trainieren?
Fredi: Joshua Kimmich.
Max: In meinem Leben durfte ich viele Vorbilder kennenlernen, die mich geprägt haben. Trainieren würde ich am liebsten mit Paolo Maldini.
Nikolai: Natürlich Ronaldo. Mit ihm würde ich auch gerne mal ein Training zusammen absolvieren.
Hast du einen Tipp für Leute, die noch nicht so sport-
begeistert sind, um die Lust auf Sport zu wecken?
Sebastian: Sport vereint, und die Erfolgserlebnisse,
die man gemeinsam erzielt, sind überragend.
Domi: Mein Tipp ist, einfach anzufangen und dem Sport eine Chance zu geben. Am wichtigsten ist, eine Sportart zu finden, die Spaß macht. Mit Freunden macht Sport oft noch mehr Spaß und die Motivation kommt dann ganz von selbst.
Rover: Natürlich kann man jemand anderen nicht zwingen. Aber man kann jemand motivieren, etwas auszuprobieren. Sport hat eine Unmenge an Vorteilen. Gesundheitlich,
optisch, mental. Zum Sport zu begleiten – das wäre doch schon mal was …
Fredi: Mit jemandem zusammen sich etwas aussuchen
und ausprobieren. Und sich dann gegenseitig motivieren
und dran bleiben.
Nikolai: Ich verstehe, wenn man alleine keinen Sport machen möchte, weil es schnell langweilig werden kann. Aber jeder, der Mannschaftssport ausprobiert, weiß, wie viel Spaß und Ehrgeiz sich in einer Mannschaft bilden kann. Man muss es, glaube ich, einfach mal ausprobieren.
