Alle Jahre wieder steht der Jahreswechsel an und mit ihm einige Bräuche. Und wenn ihr ehrlich zu euch seid, hat sich doch schon jeder zu Silvester mindestens einen guten Vorsatz vorgenommen und sich schlussendlich nicht daran gehalten. Doch woher kommt die Tradition der guten Vorsätze?
Ursprung der guten Vorsätze
Einige Forscher glauben, dass die Tradition vom Judentum übernommen worden ist. Sie bekamen von Gott die zehn Gebote überreicht und sollten sich an die Regelung halten. Da die Juden dieses nicht schafften, bekannten sie sich einmal im Jahr als Sünder und nahmen sich vor zukünftig nicht mehr zu sündigen. Gute Vorsätze zu Silvester sind ja schon recht ähnlich zu den Geboten, doch heute haben sie kaum noch etwas mit Gott zu tun. Vermutlich haben sich unsere heutigen Vorsätze Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt.
Es gibt auch in anderen Ländern gute Vorsätze zum neuen Jahr, allerdings mit recht deutlichen Unterschieden. Sogar unter den Geschlechtern gibt es unterschiedliche Vorsätze und faszinierenderweise auch ganz verschiedene Ziele und Herangehensweisen. Männer nehmen sich eher Vorsätze wie Sport und Gesundheit vor, wobei die Frauen mehr Zeit für sich und die Familie wünschen.
Der größte Unterschied besteht aber zu den Kindern, hier ist die Leistungsverbesserung in der Schule und im Sport am wichtigsten.
Und dann steht nach wie vor die Frage im Raum: Wie lange haltet ihr euch an eure Vorsätze? Jeder ist neidisch auf den Nachbarn oder die Arbeitskollegin, die an ihren Vorsätzen festhalten und sie auch schaffen. Leider ist es statistisch bewiesen, dass sich nicht einmal fünf Prozent der Deutschen an ihre guten Vorsätze, die sie sich zu Silvester vorgenommen haben, halten.
Ein neues Jahr bedeutet auch neue Herangehensweisen für geplante Ziele. Männer sind mit ihren Neujahresvorsätzen um einiges erfolgreicher, wenn sie sich ein konkretes Ziel stecken und sich am besten für das Erreichen auch noch selbst belohnen können.
Wobei die Frauen besser zurechtkommen, wenn sie vielen Leuten in ihrem Umfeld von ihrem Vorhaben erzählen und diese sie quasi moralisch unterstützten und anfeuern können.
Wie lange hält die Absicht?
Auf alle Fälle machen gute Vorsätze zum neuen Jahr glücklich, weil ihr das Gefühl habt, euer Leben selbst in die Hand zu nehmen. Für viele heißt es: Neues Jahr, neues Glück. Und vielleicht auch hoffen auf eine neue Liebe.
Ziele smart formulieren
Egal, was ihr euch vornehmt. Das Ziel sollte SMART sein, also Spezifisch (konkret), messbar, aktionsorientiert und realistisch. Keine Herkulesziele, sondern lieber kleiner, dafür aber konkret formuliert. So bitte nicht: „Man müsste sich mal mehr bewegen.“ Lieber so: „Ab Montag gehe ich zwei Mal die Woche
30 Minuten zum Walken“. Diese Konkretion ist für den inneren Schweinhund wichtig, dass er merkt, ihr meint es ernst, überfordert euch aber auch nicht. Das bringt Erfolg.
Im Folgenden eine Hitliste der Top 20 guter Vorsätze:
- • mehr Sport machen
- • abnehmen
- • mit dem Rauchen aufhören
- • mehr Zeit für Partner/Familie/Freunde
- • mehr für die Gesundheit tun
- • ehrenamtlich tätig werden
- • Job wechseln
- • selbstbewusster werden
- • mehr trinken (Wasser)
- • mehr NEIN sagen
- • Arzt Komplettcheck
- • In den Urlaub fliegen
- • Garage ausmisten
- • eine neue Fremdsprache lernen
- • spontaner sein
- • mehr Geld sparen
- • mehr auf die Umwelt achten
- • mehr Rad fahren
- • einen alten Streit bereinigen
- • mehr Bio-Produkte