Endlich ist es wieder soweit: Die Kulturstadt Neuburg erwacht nach den Feiertagen zu neuem Leben … und das bedeutet in unserer geschichtsträchtigen Heimatstadt auch immer, dass die Neuburger Stadtführerinnen und Stadtführer mit viel Esprit und Elan ins Frühjahr starten. „Sonntags im Schloss“ heißt das vielversprechende Format, die seit Jahren kleine und große Geschichtsbegeisterte in die historische Altstadt einlädt.
Stadtführungen mit Kultstatus
Wer glaubt, bei diesen geschichtsträchtigen Rendez-vous eine Aneinanderreihung von verwirrenden Daten zu erhalten, irrt. Die Damen und Herren Stadtführer machen die Neuburger Geschichte zu einem Erlebnis. Wer einmal mit dem Nachtwächter in den dunklen Gassen der Altstadt unterwegs war, mit Kindern die verborgenen Winkel des Schlosses erkundet hat oder sich in die gute alte Zeit der Wirtschaften und Bierbrauer zurückversetzen ließ, der weiß: Von dieser Art „Geschichte“ kann man nicht genug bekommen! Und so ist es auch bei „Sonntags im Schloss“. – Das erwartet euch an den kommenden Sonntagen:
„Winterfreuden“
15. Februar – mit Henriette Mischka
Unter dem Titel „Winterfreuden“ gibt es einem Einblick in eine Epoche, in der der Winter nicht nur Entbehrung, sondern auch Bühne für Repräsentation und Lebenslust war. Prunkvolle Schlittenfahrten, reich geschmückt und von Pferden gezogen, gehörten zu den Höhepunkten höfischer Winterfreuden. Gleichzeitig zeigen Gemälde flämischer Maler des 17. Jahrhunderts eine ganz andere, bürgerliche Seite der kalten Jahreszeit: das Feiern des Bohnenfestes, Menschen beim Schlittschuhlaufen und Maskenfest auf dem Eis – eingefangen mit liebevollem Blick für Alltag und Bewegung.

Ein turbulentes Leben: Pfalzgraf Philipp, Ottheinrichs Bruder
22. Februar – mit Martha Enghuber
Ottheinrich ist für viele Menschen in Neuburg ein Begriff. Anders ist es mit seinem Bruder Philipp. Warum der Streitbare? Was bedeutet „Nichts unversucht“? Was hat Philipp mit dem Kaiser zu tun? Gab es eine Frau in Philipps Leben? Hatte er Kinder? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erfahren Interessierte bei einem Streifzug durch das Leben des Pfalzgrafen.
Sprechende Hände
15. März – mit Herwig Wanzl
Können Bilder sprechen? Sie haben keine Stimme, geben keine Laute von sich und erzählen doch spannende Geschichten. Es liegt daher im besonderen Geschick und Können des Malers, den Bildern und den darin handelnden Personen Stimme und Audruck zu geben. Dies geschieht durch Anwendung von Gestik, Mimik und Haltungen des Körpers. Die ganze nichtsprachliche Ausdruckskraft des Menschen kommt hier zum Einsatz. Besonders die Hände sind bestens geeignet, Freude, Ängste, Spannungen auszudrücken. Galerieführer Herwig Wanzl wird an Hand von ausgewählten Werken in der Flämischen Galerie auf dieses Phänomen eingehen und versuchen, die Werke zum verständlichen Sprechen zu bringen.
Zeitreise mit Tanz und Musik
22. März – mit Edith Braun, Gabriella Lay und Judith Braun
Eine ganz besondere musikalische Schlossführung für Kinder und Erwachsene bieten Gabriella Lay und Edith Braun unter dem Titel „Zeitreise mit Tanz und Musik“ im Neuburger Residenzschloss an. Hier dürfen die kleinen Gäste, natürlich auch gerne die großen, nicht nur im Rittersaal einige Instrumente wie Handtrommel, Triangel oder Klangholz spielen und dazu tanzen und singen, sondern sie unternehmen in der Flämischen Barockgalerie auch eine musikalische Zeitreise. Vor ausgewählten Bildern mit Instrumenten und Tanzgesellschaften dürfen sie malen und verschiedene Posen nachahmen sowie zum Klang bestimmter Musikinstrumente gemeinsam einen Tanz üben. Für Kinder von 5 bis 11 Jahren.
