Peter von der Grün

Oberbürgermeisterkandidat für die FDP Neuburg

DIE INTERVIEW-FRAGEN

❶ Persönliche Vorstellung: Wer sind Sie? Erzählen Sie uns kurz etwas
über Ihren beruflichen Werdegang, Ihre Verbindung zu Neuburg und warum Neuburg für Sie persönlich lebenswert ist? 

❷ Motivation: Warum kandidieren Sie für das Amt der Oberbürgermeisterin bzw. des Oberbürgermeisters? 

❸ Vision für Neuburg: Wie sieht Ihre Vorstellung von Neuburg in fünf bis zehn Jahren aus? Welche Entwicklung wünschen Sie sich für die Stadt?

❹ Schwerpunkte Ihrer Arbeit: Welche drei Themen sind für Sie die wichtigsten, wenn Sie gewählt werden und warum? 

❺ Bürgernähe und Zusammenarbeit: Wie möchten Sie die Bürgerinnen und Bürger in Entscheidungen einbinden und die Zusammenarbeit mit Vereinen, Wirtschaft und Verwaltung gestalten?

PETER VON DER GRÜN


❶ Mein Name ist Peter von der Grün, ich bin 53 Jahre alt, glücklich verheiratet und habe mit meiner Ehefrau Silke zwei gemeinsame Kinder im Teenager-Alter.
Aufgewachsen bin ich in Waidhofen als drittes von fünf Kindern, habe die dortige Grundschule besucht und am Gymnasium Schrobenhausen 1992 mein Abitur gemacht. Während der 11. Klasse (Schuljahr 1989/90) war ich als Austauschschüler im US-Bundesstaat Washington im Nordwesten der USA, konnte dabei sehr wertvolle Auslandserfahrung sammeln und aus der Entfernung den Fall der Berliner Mauer und die deutsche Wiedervereinigung beobachten.
An der Universität Augsburg habe ich Rechtswissenschaften studiert, wobei ich mich frühzeitig auf Arbeitsrecht und Baurecht spezialisiert habe. Nach dem erfolgreich absolvierten 2. Staatsexamen entschied ich mich als „Volljurist mit der Befähigung zum Richteramt“ für die anwaltliche Tätigkeit und wurde im Dezember 1999 am Amtsgericht Neuburg als Rechtsanwalt vereidigt. 2003 wurde mir der Titel „Fachanwalt für Arbeitsrecht“ und 2005 der Titel „Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht“ von der Rechtsanwaltskammer München verliehen.

Im Oktober 2005 eröffneten meine Frau Silke (ebenfalls Fachanwältin für Arbeitsrecht sowie Fachanwältin für Verkehrsrecht) und ich am Spitalplatz in Neuburg unsere eigene Kanzlei und führten diese bis zu meiner Wahl als Landrat am 03.02.2019. Mit viel Herzblut und Engagement haben wir in dieser Zeit Hunderte von Mandantinnen und Mandanten, darunter Unternehmen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Baufirmen und Bauherrn sowie Verkehrsteilnehmer aus Neuburg und weit darüber hinaus außergerichtlich beraten und gerichtlich vertreten.
Neuburg ist also seit über 20 Jahren „unsere Stadt“. Hier haben meine Frau und ich gewohnt und (vollzogen durch OB Bernhard Gmehling) 2008 geheiratet, hier sind unsere Kinder geboren, hier haben wir eine Fachanwalts-Kanzlei aufgebaut und über 13 Jahre betrieben. Unsere Arbeitsplätze befinden sich nach wie vor hier, nämlich im Landratsamt bzw. in der Fachoberschule, wo meine Frau in den 11. Klassen Rechtslehre unterrichtet. Als ambitionierte Hobby-Musiker sind wir ein aktiver Teil der Neuburger Kulturszene. Unsere Kinder gehen hier zur Schule, lernen Musikinstrumente und spielen für die TeG Neuburg Tennis. Ich selbst bin jetzt ebenfalls bei der TeG Neuburg gemeldet und möchte künftig für die Ottheinrichstadt auf Punktejagd gehen.
Schon Anfang der Neunzigerjahre (mit frisch erworbenem Führerschein) kam ich übrigens nach Neuburg, um im Birdland Jazzkeller Konzerte mit den Weltstars des Jazz zu besuchen. Besonders gut erinnern kann ich mich auch an den Saxophon-Workshop mit Joe Viera und an den Kurs „Jazzpiano“ im Rahmen der Neuburger Sommerakademie. Mittlerweile darf ich selbst hin und wieder im Birdland und Stadttheater auftreten, was ich als große Ehre und Bereicherung empfinde.

Zusammengefasst: Neuburg ist für mich nicht nur lebens-, sondern auch liebenswert, weil es bis heute in wunderbarer Weise (ich denke hier vor allem an das Schloßfest) „Renaissance an der Donau“ verkörpert, mit herausragender Architektur und Kultur zum Genießen. Darüber hinaus ist Neuburg ein starker Wirtschaftstandort mit weiterem großen Potenzial, das es jetzt zu „entfesseln“ gilt, und bietet seinen Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen der Daseinsvorsorge alle erforderlichen Einrichtungen. Neuburg ist aber nur deshalb zu dem geworden, was es ist, weil hier hoch engagierte Menschen mit großem Sinn für das Gemeinwohl leben.

Das Ehepaar von der Grün

❷ Unsere Stadt steht vor wichtigen Entscheidungen. In Zeiten knapper Kassen, hoher Erwartungen und großer Herausforderungen braucht Neuburg einen Oberbürgermeister, der Erfahrung, Kompetenz und Menschlichkeit verbindet.
Als Rechtsanwalt mit fast 20 Jahren Berufserfahrung kenne ich die Welt außerhalb der Sitzungssäle und Plenarsäle sehr gut. Als Landrat unseres Landkreises seit 2019 habe ich in schwierigen Zeiten Verantwortung übernommen, kann klare Entscheidungen treffen, dabei Menschen mitnehmen und
„Brücken bauen“. Diese Kompetenzen bringe ich für Neuburg ein, zusammen mit einem großen, überparteilichen Netzwerk und besten Kontakten in die Landes- und Bundespolitik.

Gleichzeitig bin ich Familienmensch, leidenschaftlicher Musiker und engagierter Förderer von Kunst, Kultur, Sport und Ehrenamt. Der persönliche Austausch und ein respektvolles Miteinander auf Augenhöhe sind mir wichtig.
Mit Sachverstand, Herz, Haltung und einer offenen Art möchte ich Neuburg gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, mit Stadtverwaltung und Stadtrat, mit der Wirtschaft und den Ehrenamtlichen in allen Bereichen weiterentwickeln und in die Zukunft führen.
Neuburg braucht jetzt einen Oberbürgermeister, der zuhört, strategisch denkt und klug entscheidet, der festgefahrene Strukturen aufbricht, offen ist für neue Ideen und frische Impulse bringt, um das immer wieder beschriebene Umsetzungsdefizit zu beseitigen. Denn jetzt ist die Zeit zu handeln!
Ich stehe für einen sachlichen, konstruktiven und unabhängigen Politikstil aus der Praxis ohne eine übermächtige Parteizentrale im Hintergrund sowie für Lösungen mit gesundem Menschenverstand, die funktionieren – jenseits von Parteigrenzen.
Als Landrat habe ich gelernt, eine große Verwaltung zu führen, Projekte umzusetzen und auch unter schwierigen Bedingungen handlungsfähig zu bleiben. Der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern ist mir dabei besonders wichtig.
Ich will unsere gemeinsame Heimat gestalten und etwas bewegen. Deshalb meine Kandidatur als OB für Neuburg, nicht zuletzt auch auf vielfachen Wunsch aus der ganzen Stadt:
Kein „weiter so“, keine „halben Sachen“, keine Experimente. Sondern ein Aufbruch in die Zukunft mit neuen Perspektiven, Kompetenz und Erfahrung.

❸ Mein Zielbild für Neuburg ist ein lebendiges und wirtschaftlich starkes Mittelzentrum, in dem alle Generationen unserer Bürgerinnen und Bürger gut und sicher leben können.

Gut ausgestattete Kitas und Schulen, ein vielfältiges Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche sowie ein vitales Vereinsleben mit Ehrenamtlichen, die Wertschätzung und Anerkennung erfahren.
Mein Ziel ist, dass die Studentinnen und Studenten der THI auf unserem Neuburger Campus in einigen Jahren bestens in das Stadtleben integriert sind und ausreichend bezahlbarer Wohnraum für alle vorhanden ist. Wir brauchen ein Existenzgründerzentrum und mehr Gewerbeflächen, damit sowohl die Absolventinnen und Absolventen unseres THI-Campus als auch die besten „Köpfe“ aus anderen Regionen bei uns eine neue Heimat finden, Unternehmen gründen und Arbeitsplätze schaffen. Ich möchte eine Stadt, in der junge Menschen bleiben – und Ältere sich gut aufgehoben fühlen.

Der hohe Leerstand in der Innenstadt muss in den nächsten Jahren gemeinsam mit dem Stadtmarketing beseitigt werden, eine höhere Aufenthaltsqualität führt zu mehr Frequenz für Handel und Gastronomie, die nahe Donau lädt zum Flanieren ein. Wir wollen eine Stadt, die lebt – und nicht leer steht. 

Das breite und qualitativ hochwertige Musik-, Kunst-, und Kulturangebot muss erhalten und weiterentwickelt werden. Gleiches gilt für die Sportanlagen und Bäder.

Den ÖPNV wollen wir zielgerichtet mit bedarfsgerechten, digital buchbaren Zusatzangeboten für alle Ortsteile ergänzen (Rufbusse).

Finanziert wird dies durch entsprechende Steuereinnahmen aufgrund des einsetzenden Wirtschaftswachstums und eine solide Haushaltsführung.

❹ Erstens: Die Wirtschaftsförderung muss „Chefsache“ werden. Die Ansiedlung und Erweiterung von Unternehmen, Handel und Gastronomie sowie die Ausweisung von Gewerbeflächen haben für mich oberste Priorität. Dazu gehört auch die Beseitigung des Leerstandes in der Innenstadt. Potenzielle Investoren müssen vom Oberbürgermeister persönlich angesprochen werden. Ich werde einen Wirtschaftsbeirat vorschlagen als beratendes Expertengremium für die Politik sowie den Aufbau eines Existenzgründerzentrums für Start-ups aus den Reihen des THI-Campus und darüber hinaus. All diese Maßnahmen führen zur Sicherung und zum Ausbau von Arbeitsplätzen sowie zu höheren Steuereinnahmen für die Stadt. Ein weiterer Verlust von namhaften Betrieben und großen Institutionen muss künftig vermieden werden.

Zweitens: Um die genannten Ziele zu erreichen, bedarf es dringend Lösungen in den Bereichen Verkehr und Infrastruktur. Die Verhandlungen mit dem Freistaat Bayern müssen jetzt konsequent geführt werden, um eine nachhaltige Finanzierung für die Ortsumfahrung mit zweiter Donaubrücke sicherzustellen. Diese Maßnahme wird die Sicherheit für den Fuß- und Radverkehr in der Innenstadt erheblich erhöhen. In diesem Zusammenhang setze ich mich auch für eine Sanierung des Nachtbergwegs und eine Radlbrücke an der „Lände“ ein, die allerdings keinen adäquaten Ersatz für die Ortsumfahrung im Osten darstellt.

Drittens: Den „Spagat“ zwischen Sparen und Investieren zu schaffen. Dies bezieht sich auch und insbesondere auf die Situation der Stadtwerke, deren nachhaltige Investitionsausgaben in den kommenden Jahren erste Früchte tragen werden. Auch eine gute und zeitgemäße Ausstattung der Schulen und Kitas gehört zu den unabdingbaren Pflichtaufgaben einer Stadt. Deshalb muss die Erweiterung der Parkschulen im Englischen Garten zeitnah umgesetzt werden. Jeder Euro, der in die Bildung und Betreuung unserer Kinder fließt, ist eine sich lohnende Investition in die Zukunft und fördert zudem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.


❺ Durch eine hohe Präsenz vor Ort im persönlichen Austausch, mit einem stets offenen Ohr für Anliegen, einer ehrlichen Kommunikation mit transparenten Verfahren und digitalen Formaten sowie dem Abbau von unnötiger Bürokratie. Dabei ist mir ein respektvolles Miteinander auf Augenhöhe besonders wichtig. Ich freue mich auf Bürgersprechstunden, werde klare Ansprechpartner benennen und auch die Ortsteile einbinden. Im Bereich der Wirtschaft wird die von mir geplante Gründung eines Wirtschaftsbeirates (s.o.) zu einer Verstetigung und Intensivierung der Zusammenarbeit führen.

Packen wir’s gemeinsam an!

Ihr Oberbürgermeister-Kandidat für Neuburg,
 
Peter von der Grün

Leidenschaftlicher Saxophonspieler - Peter von der Grün bei einem Auftritt im Birdland
Leidenschaftlicher Saxophonspieler – Peter von der Grün bei einem Auftritt im Birdland