Sportsfreunde

Elf Fragen an Vinzenz Fortner und Sofia Meding

Sie haben schon einiges im Sport erreicht und sich überregional einen Namen gemacht: Nach Christian Wohlfarth (Strongman), Vincent Hoiß (Kajak), Katharina Firl (Leichtathletik), Bastian Glockshuber (Triathlon/Halbmarathon) und Omar Abu Nemah (Boxen), Stefani Meyer sowie Emilia Fürhofer befragen wir in dieser Ausgabe von HALLO Neuburg die turnbegeisterte Sofia Meding und den Südbayerischen, Bayerischen und Süddeutschen Meister auf der 800-Meter-Strecke in der Altersklasse U18 Vinzenz Fortner.
Für HALLO Neuburg haben sich beide Zeit für ein exklusives Interview genommen. Was sie antreibt und begeistert, was sie erreicht haben und sich aktuell vornehmen, erfahrt ihr hier ebenso wie ihr Ritual vor dem Wettkampf, ihren Weg der Regeneration oder ihre Vorbilder.
Auch für alle, die beim Sport noch unschlüssig sind, was sie begeistern könnte, haben Sofia Meding und Vinzenz Fortner einen persönlichen Tipp.

DIE INTERVIEW-FRAGEN

  1. Wie bist du zum (Sportart) gekommen?
  2. Was gefällt dir an deiner Sportart am besten?
  3. Was ist dein größter sportlicher Moment? Und auf welches nächste Ziel trainierst du gerade?
  4. Hast du Rituale, die dir vor dem Wettkampf helfen?
  5. Wie kannst du am besten regenerieren?
  6. Mit welchem Verein in der Region fühlst du dich verbunden, und warum?
  7. Wo ist dein Lieblingsplatz in der Region?
  8. Was ist dein Lieblingsessen?
  9. Worauf könntest du niemals verzichten?
  10. Wer ist/ sind deine Vorbilder? Mit wem möchtest du am liebsten mal trainieren?
  11. Hast du einen Tipp für Leute, die noch nicht so sportbegeistert sind, um die Lust auf Sport zu wecken?
Sofia Meding am Schwebebalken

Sofia Meding – Turnen

  1. Meine ganze Familie hat geturnt, und ich war schon immer vom Turnen im Fernsehen begeistert.
  2. Dass man so viele Möglichkeiten hat. Man kann so viel dazulernen und es ist für jeden etwas dabei. Manche mögen Boden lieber, andere favorisieren Sprung. Mein Lieblingsgerät ist momentan der Stufenbarren, aber das ändert sich auch ständig.
  3. Als ich, obwohl ich in der Altersklasse von meiner Freundin geturnt habe, also Mädchen die 2 – 3 Jahre älter sind wie ich, die Siegerin dieser gesamten Altersklasse wurde. Auf ein genaues Ziel, als Wettkampf gesehen, trainiere ich gerade nicht wirklich hin. Natürlich gibt es Übungen wie die ganze Schraube mit Rückwärts-Salto, auf die ich als Übung hintrainiere, oder den Handstand beim Stufenbarren.
  4. Ich spreche davor immer mit meinen Eltern, und verspreche, dass ich mein Bestes geben werde. Außerdem habe ich einen Glücksbringer-Anhänger, den ich manchmal auch zu Wettkämpfen mitnehme.
  5. Eigentlich mit Schlaf oder einem schönen entspannten Abend mit Freunden.
  6. Natürlich mit dem TSV Neuburg. Ich bin seit mittlerweile fast acht Jahren Mitglied, und fühle mich mit diesem Verein sehr verbunden. Ich habe jetzt selbst auch als Trainerin angefangen, beim TSV zu arbeiten.
  7. Natürlich in der Turnhalle.
  8. Ich esse am liebsten Nudeln mit Schinken und Ei, oder Frühlingsrollen.
  9. Auf Turnen – ganz klar. Es ist so ein großer Bestandteil meines Lebens und in der Woche turne ich bestimmt so 10 Stunden insgesamt. Zuhause trainiere ich tatsächlich am meisten. Turnen ist mir so unfassbar wichtig und ich könnte es nie ganz aufgeben.
  10. Mein absolut größtes Vorbild ist, wie sich viele wahrscheinlich denken können, Simone Biles. Sie ist so eine begabte Person und die beste Turnerin der Welt. Sie hat sogar eigene Übungen erfunden – zum Beispiel den „Biles“, das ist eine Übung am Sprung. Natürlich wäre eine Trainingsstunde mit ihr ein absoluter Traum.
  11. Sport kann so vieles in dir bewirken. Natürlich ist es gut für deinen Körper und deine Gesundheit, aber du kannst auch so viele neue Menschen kennenlernen und Freundschaften bilden. Ich selbst habe eine meinerbesten Freundinnen Hanna nur durch das Turnen kennengelernt und bin so dankbar dafür. Sport kann dir auch helfen, Probleme zu vergessen und dich einfach frei zu fühlen.

Vinzenz Fortner – Leichtathletik

  1. 2017 hat meine Schulfreundin Mia mich zur Probe zum Kindertraining des TSV-Neuburg Abt. Leichtathletik mitgenommen. Ich war von Anfang an begeistert und meldete mich an. Später wechselte ich in die Leistungsgruppe und hatte immer viel Spaß an Sportfesten und Laufwettkämpfen teilzunehmen. Als „meine Disziplin“ kristallisierte sich bald die 800 m-Strecke heraus, die noch heute meine Hauptdisziplin ist.
    Neben dem Training beim TSV Neuburg habe ich mich vor einigen Jahren für das Laufteam des Bayerischen Landeskaders qualifiziert, wo ich regelmäßig in München und Oberhaching trainiere und an Lehrgängen teilnehme.
  2. Das Disziplinierte an mir, zu arbeiten und meinen gesteckten Zeitzielen Training für Training näher zu kommen. Zudem mag ich das Ambiente an den Wettkämpfen, wo man absolut fokussiert auf seine Ziele an den Start geht.
  3. Im Juli 2025 startete ich bei den Bayerischen Meisterschaften in Hösbach als jüngerer Jahrgang in der U18 sogar gegen den Deutschen Meister. Dieser Sieg und der Titel des Bayerischen Meisters war mit Abstand mein größter sportlicher Moment. Ich habe an diesem Tag nämlich nicht nur einen Titel gewonnen, sondern auch jede Menge Vertrauen und Mut in mich selbst.
    Heuer wurde ich bereits Oberbayerischer und Bayerischer Meister U18 in München in der Halle auf 800 m, sowie Süddeutscher Meister U18 in der Halle in Frankfurt/Main. Derzeit befinde ich mich gerade in der Vorbereitung für die diesjährige Freiluft-Saison, bei der ich im Finale in der Deutschen Meisterschaft laufen möchte.
  4. Nein, ein festes „Ritual“ habe ich nicht, trotzdem bin ich ein Gewohnheitsmensch und habe da meine festen Abläufe. Zum Beispiel habe ich immer dieselbe Laufhose an.
  5. Ausgewogene Ernährung, Ruhe für den Körper und ergänzend Magnesium für den Muskelapparat einnehmen.
  6. Natürlich mit dem TSV 1862 Neuburg: Hier bin ich schon immer bei meinem Trainer Michael Tragl und hier fühle mich wohl.
  7. Auf dem Sportgelände des TSV Neuburg natürlich (und überall wo man sonst noch Laufen kann).
  8. Cheeseburger (aber ganz wichtig: selbstgemacht).
  9. Aus sportlicher Perspektive betrachtet: meinen Trainer. Ohne Michael Tragl wäre ich einfach nicht da, wo ich jetzt bin. Er steht mir immer zur Seite und begleitet mich bei jedem Training und bei jeder Wetterlage.
  10. Ich habe kein Vorbild. Ich finde es schön, wenn ich die jüngeren Vereinsmitglieder für ihre eigenen Leistungen und die eigene Motivation anspornen kann.
  11. Einfach mal probieren. Es erwartet ja keiner, dass ihr einen Weltrekord aufstellt. Jedes bisschen ist mehr als gar nichts. Also: Macht einfach, was euch Spaß macht. Und seid stolz auf euch, denn: Jeder ist sein eigener Sieger!